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Kassel erinnert künftig mit Preis an NSU-Opfer

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Kassel (dpa/lhe) – Die Stadt Kassel erinnert künftig mit einem Preis an das NSU-Opfer Halit Yozgat. Die Stadtverordneten hätten am Abend einem entsprechenden Vorschlag von Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) zugestimmt, sagte ein Sprecher der Stadt am Montag. Der Preis soll jährlich verliehen werden und ist mit 3000 Euro dotiert. Die Stadt will damit «hervorragende wissenschaftliche Arbeiten oder beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement» gegen Ausgrenzung und politisch motivierte Gewalt auszeichnen.
In Kassel gab es bisher jährlich eine Gedenkveranstaltung für den türkischstämmigen Internetcafé-Besitzer Yozgat. Er war 2006 mutmaßlich von der rechten Terrorgruppe NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) getötet worden. Im Frühjahr hatte Kassel die Kundgebung erstmals abgesagt, weil man angesichts antitürkischer Proteste und Anschläge eine Störung befürchtete. Trotzdem kamen 300 Menschen friedlich zusammen. Die Stadt wurde für die Absage kritisiert. Oberbürgermeister Geselle hatte angekündigt, sich Gedanken über die Form des künftigen Gedenkens zumachen.

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