Gesundheit

Bluthochdruck: Ab diesen Werten wird Hypertonie kritisch – Tabellenübersicht

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Wann hoher Blutdruck zum Notfall wird

Ein hoher Blutdruck kann bereits bei einmaligem Auftreten zur Gefahr werden. Diese acht Warnzeichen deuten auf einen Notfall hin.

Wann hoher Blutdruck zum Notfall wird


Nach Schätzungen haben zwischen 18 und 35 Millionen Menschen in Deutschland einen zu hohen Blutdruck. Experten empfehlen, ihn ab 40 Jahren regelmäßig zu messen. Dabei gilt es, bestimmte Fehler zu vermeiden. Sonst können die Blutdruckwerte verfälscht werden.

Überblick

Da Bluthochdruck, medizinisch Hypertonie genannt, jahrelang keine Beschwerden verursacht, wird er oft nicht oder erst spät behandelt. Im schlimmsten Fall drohen dann ein Schlaganfall, ein Herzinfarkt oder eine Minderung des Sehvermögens. Nur wer seinen  kontrolliert, kann auch erkennen, ob er zu hoch ist.

Vorsorge: Blutdruck mindestens einmal im Jahr messen

Spätestens ab einem Alter von 40 Jahren sollte der Blutdruck daher mindestens einmal im Jahr gemessen werden, empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga. Ab einem Alter von 50 Jahren sei eine halbjährliche Blutdruckmessung empfehlenswert. Wenn eine Hypertonie diagnostiziert wurde, sollte mit dem Arzt besprochen werden, wie oft Kontrollen nötig sind.

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Bluthochdruck: Zu Hause sind die Werte oft niedriger

Laut der Deutschen Herzstiftung spricht man von Bluthochdruck, wenn bei Messungen durch den Arzt an unterschiedlichen Tagen Werte von 140 zu 90 mmHg oder höher auftreten. Da viele Patienten durch die Anspannung in der Arztpraxis höhere Werte erzielen (Weißkittel-Hypertonie), gelten für die Messung zu Hause niedrigere Blutdruckwerte. Hier handelt es sich bereits bei einer Obergrenze von 135 zu 85 mmHg um Hypertonie. Auch wenn nur einer der beiden Grenzwerte überschritten ist, liegt Bluthochdruck vor.

Systolischer und diastolischer Blutdruck

Den oberen Wert nennt man den systolischen Blutdruck, der entsteht, wenn das Blut vom Herz stoßartig in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt wird. Der untere Wert wird als diastolischer Blutdruck bezeichnet und nennt den Restblutdruck, wenn sich das Herz in der Erschlaffungsphase befindet.





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Bluthochdruck-Tabelle: Blutdruckwerte auf einen Blick

Blutdruck Einteilung Systole (erster Wert) Diastole (zweiter Wert)
Normal 120–129 mmHg 80–84 mmHg
Normal–Hoch 130–139 mmHg 85–89 mmHg
Hypertonie Grad 1
leichter Bluthochdruck
140–159 mmHg 90–99 mmHg
Hypertonie Grad 2
mittelschwerer Bluthochdruck
160–179 mmHg 100–109 mmHg
Hypertonie Grad 3
schwerer Bluthochdruck
über 180 mmHg über 110 mmHg

Der Blutdruck wird in der Maßeinheit mmHg gemessen. Die Bezeichnung mmHg steht für Millimeter Quecksilbersäule (Hg ist das chemische Zeichen für Quecksilber). Diese Einheit hat einen historischen Hintergrund, als Druck mit Hilfe einer Quecksilbersäule gemessen wurde. 1 mmHg ist also der Druck, den eine ein Millimeter hohe Quecksilbersäule ausübt. 

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Blutdruck richtig messen: Das ist zu beachten

Wer seinen Druck selbst misst, sollte gewisse Regeln einhalten: Es ist wichtig, vorher einige Minuten zu entspannen und keinen Alkohol oder Kaffee zu trinken. Halten Sie die Beine parallel aufgestellt, denn bei übereinander geschlagenen Beinen steigt der Blutdruck durch die Anspannung der Muskeln. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, immer zwei Messungen im Abstand von einer Minute durchzuführen, da der Wert der zweiten Messung häufig niedriger sei und daher der gültige.

Messen Sie zum ersten Mal, sollten Sie den Blutdruck an beiden Armen überprüfen und später immer an dem Arm, der den höheren Wert angezeigt hat. Zum Messen muss sich der Messpunkt am Arm auf der Höhe des Herzens befinden. Liegt er zu hoch, misst das Gerät einen zu niedrigen Blutdruck. Liegt der Messpunkt unterhalb der Herzhöhe, wird ein zu hoher Blutdruck gemessen.

Zu häufig sollte der Blutdruck jedoch auch nicht gemessen werden. Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V. warnt davor: „Die Erwartungshaltung kann die Werte zusätzlich erhöhen.“ Ein übertrieben häufiges Messen könne sich dann negativ auf den Blutdruck auswirken.

Bluthochdruck vorbeugen: Auf Ernährung und Gewicht achten

Ein gesunder Lebensstil ist wichtig, um  vorzubeugen und zu behandeln, rät die Herzstiftung. Dazu gehört eine gesunde Ernährung, regelmäßige Ausdauerbewegung, wenig Alkohol, wenig Salz und Entspannung bei chronischem Stress. Ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Bluthochdruck ist außerdem Übergewicht. Daher ist es wichtig, überflüssige Pfunde abzubauen. Denn so lassen sich Bluthochdruck und damit auch die Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall und senken.

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