Gesundheit

Fastenzeit 2019: Beginn, Ende sowie Bedeutung im Christentum und Islam

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Verzicht auf dem Speiseplan: Fisch ist jedoch während der christlichen Fastenzeit erlaubt. (Quelle: Westend61/imago)

Fleisch, Alkohol, Internet – Fasten kann vielfältig sein und liegt voll im Trend. Woher der Brauch kommt und ob sich das Fasten auch zum Abnehmen eignet, erfahren Sie hier.

Überblick

Die christliche Fastenperiode ist eine Zeit der Buße und Besinnung. Sie bereitet Gläubige auf Ostern vor. Auch in anderen Religionen spielt das Fasten eine Rolle. 

Fastenzeit 2019: Wann beginnt sie? Wann endet sie?

Die Fastenzeit und endet nach 40 Tagen in der Osternacht. Genau genommen sind es 46 Tage, jedoch werden die sechs Sonntage dabei nicht mitgezählt.

2019 beginnt die Fastenzeit am 6. März und endet am 18. April. Die Zeiträume für die Fastenzeiten der kommenden Jahre können Sie der Tabelle entnehmen.

Jahr Beginn Ende
2019 6. März 18. April
2020 26. Februar 9. April
2021 17. Februar 1. April

Die religiöse Bedeutung der Fastenzeit

Wie in der Bibel steht, soll Jesus an einem Mittwoch verraten und an einem Freitag gekreuzigt worden sein. Christen gedenken in der Fastenzeit seinem Leiden und verzichten an diesen Wochentagen darauf, Fleisch zu essen. Mit dieser Tradition bereiten sich Christen auf das Osterfest vor. Alles zu Ostern

Fasten ist jedoch keine Diät, sondern soll als Zeit der Besinnung dienen. In der römisch-katholischen Kirche wird die Fastenzeit auch als “österliche Bußzeit” bezeichnet.

Insgesamt 40 Tage dauert das Fasten im Christentum – eine Zeit, die an die Fastenzeit von Jesus in der Wüste nach seiner Taufe erinnern soll. 

In der evangelischen Kirche ist das Fasten nicht von einer solch zentralen Bedeutung. Die Aktion “7 Wochen ohne” ruft in der Fastenzeit 2019 stattdessen zu einem Verzicht auf Lügen auf und setzt damit verstärkt auf Veränderung.

Religiöses Fasten in anderen Religionen

Alle Infos zum Ramadan Im Islam ist Fasten eine der fünf Säulen dieser Religion. Gefastet wird im Ramadan, dem neunten Monat des islamischen Mondjahres. 30 Tage lang dürfen Muslime in dieser Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang nicht essen, trinken, rauchen oder Sex haben. Die Fastenzeit

Ramadan: Während des Fastenmonats darf nur zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang gegessen werden. (Quelle: biky/imago)

Jom Kippur ist der große Fastentag im Judentum. An diesem Tag darf weder gegessen, getrunken noch geraucht werden. Auch waschen, arbeiten und Geschlechtsverkehr sind untersagt. An diesem Versöhnungstag zwischen Gott und den Menschen sollen alle zuvor begangenen Sünden gesühnt werden.

Der Hinduismus hat keine einheitlichen Fastenzeiten. Jedoch spielt Fasten im Hinduismus eine fundamentale Rolle, um so Körper und Geist zu reinigen.

Fastenzeit: Was darf ich essen?

Fastende schränken die Nahrungsaufnahme insgesamt etwas ein. Dafür beschränken sie sich auf eine große Hauptmahlzeit pro Tag und zwei kleine Zwischenmahlzeiten. An Aschermittwoch und Karfreitag ist jeweils nur eine Hauptmahlzeit erlaubt.

Katholische Gläubige, die zwischen 14 und 60 Jahre alt sind und sich streng an die Fastenregeln halten, verzichten zusätzlich auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen oder andere Genüsse. 

Im Mittelalter waren auch Fett, Eier und milchhaltige Produkte verboten. Heute kommen Gewohnheiten dazu wie etwa  So bekommt die Fastenzeit einen aktuellen Bezug. Wichtig ist dabei ein bewusst erlebter Verzicht, der Raum für Neues schaffen soll.

Der Sonntag ist allerdings davon ausgenommen, da Jesus an einem Sonntag auferstanden sein soll. Wie streng das Fasten von den Gläubigen wirklich ausgeübt wird, bleibt hier jedem selbst überlassen.

Während sich streng gläubige Christen exakt an die Vorgaben halten, beschränken sich viele auch nur auf den Verzicht auf Fleisch am Karfreitag. Bei vielen streng gläubigen Katholiken und Orthodoxen werden vier Fastenzeiten im Jahr durchlaufen, die mehrere Wochen dauern. In diesen Zeiten wird komplett auf Alkohol, Fett und tierische Nahrungsmittel verzichtet.

Wie gesund ist das Fasten?

Bei Christen sollen in der Fastenzeit durch Entsagung Körper und Geist gereinigt werden. Wer dabei auf Völlerei, Süßigkeiten und Alkohol verzichtet, tut seinem Körper dabei auch noch etwas Gutes.

Teller mit Brühe: Ein essenzieller Bestandteil des Intervallfastens. (Quelle: epd/imago)

Intervallfasten:

Einen wirklich großen Effekt erzielen Sie aber erst mit einer Fastenkur wie dem Heilfasten oder dem Intervallfasten. Mit ihr lassen sich , das Wohlbefinden steigern und ungünstige Ernährungsgewohnheiten ändern. Dass dabei auch noch die Fettpölsterchen schmelzen können, ist ein beliebter Nebeneffekt.

welche Fastenkuren es gibt und welche Fehler Fastenanfänger häufig machen.

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