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Schulstreik fürs Klima in Rheinland-Pfalz weitet sich aus

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“Fridays for Future” – in über zehn Städten in Rheinland-Pfalz gehen Schüler am Freitag erneut auf die Straße. In Mainz sind 1000 Teilnehmer dabei.

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MAINZ – Mit der Forderung nach wirksamem Klimaschutz sind Schüler in mehr als zehn Städten in Rheinland-Pfalz am Freitag ab 10 Uhr auf die Straße gegangen – sie fordern mehr Entschiedenheit im Kampf gegen den Klimawandel.

Trotz Regen und Kälte sind am Freitag mehr als 1000 Schüler in Mainz auf die Straße gegangen, um mehr Tempo beim Klimaschutz zu fordern. Die große Beteiligung bei schlechtem Wetter zeige doch, dass es beim Schulstreik nicht um Schwänzen gehe, wie manche Politiker meinten, sagte der Mainzer Mitinitiator Maurice Conrad. Der Demonstration schlossen sich auch Eltern und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie an. Auch in mehr als zehn weiteren Städten waren Schüler zu Aktionen der Bewegung “Fridays for Future” aufgerufen.

Auf einer Auftaktkundgebung sagte der Kabarettist Lars Reichow, es sei richtig, dass die Schülerinnen und Schüler während der Schulzeit demonstrierten. Schließlich finde ein Streik für höhere Löhne auch nicht nach Feierabend statt. Mit Blick auf Kritik des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner an der Bewegung “Fridays for Furture” sagte Reichow: “Hier auf diesem Platz ist mehr Kompetenz versammelt, als die FDP jemals im Parlament auf die Beine gestellt hat.”

Auch Streiks in weiteren Städten

Die Schulstreik-Aktionen sind Teil einer internationalen Kampagne mit dem Motto “Fridays for Future”, die von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg gestartet wurde. In Trier werden auf dem Weg vom Domfreihof zum Rathaus etwa 600 Teilnehmer erwartet. Angekündigt sind auch Aktionen unter anderem auch in Speyer, Kaiserslautern, Neustadt a.d. Weinstraße und Landau.

Unterstützt werden die Proteste von den Grünen. Die Landesvorsitzende Jutta Paulus kündigte an, an einer Demonstration in Koblenz teilzunehmen. Kritisiert werden die Aktionen von CDU und AfD. Der Staatssekretär im Bildungsministerium, Hans Beckmann (SPD), betonte, dass kein Weg an der Schulpflicht vorbeiführe.

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