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Psychoterror-Aktion: Urteil gegen Ex-AfD-Mitglied erwartet

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Fulda (dpa/lhe) – Nach Psychoterror gegen den Fuldaer Linksaktivisten Andreas Goerke soll im Prozess gegen ein ehemaliges AfD-Mitglied heute das Urteil gesprochen werden. Angeklagt ist ein 36-Jähriger aus dem osthessischen Künzell wegen Missbrauchs von Notrufen und falscher Verdächtigung. Er soll am 11. Februar 2017 von einer Telefonzelle in Fulda die Polizei angerufen und unter dem Namen Goerkes behauptet haben, er habe gerade seine Frau erschossen. Die Folge war ein großer Polizeieinsatz, bis sich herausstellte, dass der Vorfall erfunden war. Laut Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte, dass Goerke unter Mordverdacht gerät.

Bevor das Urteil verkündet wird, werden noch Zeugen vernommen. Geladen ist ein Polizeibeamter und der Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann von der AfD. Er war zur Tatzeit Vorsitzender im Fuldaer Kreistag und wird zu den Vorwürfen gegen den Angeklagten befragt.

Das Opfer des Psychoterrors, der politisch links orientierte Fuldaer Menschenrechtsaktivist und Gewerkschafter Andreas Goerke, ist Sprecher des Bündnisses «Fulda stellt sich quer» – ein Verein, der gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus kämpft. Der Angeklagte ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Jungen Alternative (JA) Hessen, der Nachwuchsorganisation der AfD. Laut Anklage haben ihm die politischen Aktivitäten Goerkes missfallen. Er bestreitet die Vorwürfe.

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