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Mehr als 140 gestrandete Grindwale in Neuseeland verendet

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An einem abgelegenen Strand in Neuseeland entdeckt ein Wanderer Dutzende gestrandete Grindwale. Die Tiere müssen eingeschläfert werden.

Nicht zu retten: Die gestrandeten Grindwale auf Stewart Island

In Neuseeland sind mehr als 140 Grindwale gestrandet und teils qualvoll verendet. Die Meeressäuger wurden übers Wochenende an einem einsamen Strand von Stewart Island an Land getrieben; das ist die südlichste Insel des Pazifikstaats. Nach Angaben der Umweltschutzbehörde DOC vom Montag war etwa die Hälfte von ihnen schon tot. Die anderen mussten eingeschläfert werden. Über den Grund für die Massenstrandung wird gerätselt.

Die Tiere waren am Samstagabend von einem Wanderer entdeckt worden, der in der einsamen Küstenregion zum Campen unterwegs war. Anfangs wurde versucht, die noch lebenden Wale zurück ins offene Meer zu bugsieren – jedoch ohne Erfolg. Schließlich entschloss man sich, auch die restlichen Tiere zu töten. Der Wal-Experte Ren Leppens vom DOC sprach von einer „Entscheidung, die einem das Herz zerreißt“. Die Kadaver lagen dann über mehrere Hundert Meter verstreut im Sand.

Video26.11.2018, 10:10 Uhr00:26 Min.145 gestrandete Grindwale in Neuseeland gestorben

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um zwei verschiedene Herden, was die Sache noch rätselhafter macht. In Neuseeland kommt es immer wieder vor, dass sich Wale an Strände verirren. Nach Einschätzung von Experten geschieht dies meist, weil sich ein Leittier verletzt oder krank wird, den Orientierungssinn verliert und die anderen ihm dann folgen. Bei zwei verschiedenen Herden ist dies aber unwahrscheinlich.

Manchmal geraten Wale jedoch auch in eine Strömung oder werden von Haien angegriffen und versuchen dann, sich in seichte Gewässer zu retten. Andere Vermutungen reichen dahin, dass das sensible Ortungssystem der Tiere durch Elektrosignale gestört wird. Grindwale – auch Pilotwale genannt – werden bis zu acht Meter lang und erreichen ein Gewicht von bis zu drei Tonnen. In Neuseeland waren im Februar vergangenen Jahres sogar mehr als 300 solcher Wale gestrandet. (dpa)

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