Gesundheit

Gelenkschmerzen: Häufige Ursachen und Symptome

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Gelenkschmerzen sollten unbedingt von einem Arzt untersucht werden. (Quelle: Wavebreakmedia/Getty Images)

Gelenkschmerzen können an verschiedenen Gelenken wie Hand, Finger, Fuß, Knie oder Schulter auftreten. Dahinter können sich schwere Erkrankungen verbergen. Dennoch scheuen sich viele Betroffene, damit zum Arzt zu gehen. 

Überblick

Wer unter schmerzenden Gelenken leidet, sollte sich nach spätestens zwei Wochen von einem Arzt behandeln lassen. Viele Betroffene warten jedoch länger, wie eine Umfrage des “HausArzt-PatientenMagazins” zeigt. 21,2 Prozent der rund 860 Befragten suchen erst Hilfe, wenn die Beschwerden über einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten anhalten. Bis zu sechs Monate oder noch länger zögern 22,3 Prozent den Arztbesuch hinaus. Nur jeder vierte Betroffene lässt sich innerhalb der empfohlenen Frist untersuchen.

Wie ist ein Gelenk aufgebaut? Durch Gelenken sind Knochen miteinander verbunden. Um das Gelenk herum liegt die Gelenkkapsel, die auf festem Bindegewebe besteht. Innen ist die Gelenkhöhle mit einer weichen Bindegewebsschicht und mit einer gallertartigen Flüssigkeit (Gelenkschmiere) gefüllt. Die Gelenkflüssigkeit verhindert, dass es zu einer schmerzhaften Reibung kommt. Im Zusammenspiel mit Muskeln, Sehnen und Bändern ermöglichen Gelenke doe Bewegungen des menschlichen Körpers 

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Ursachen für Gelenkschmerzen 

In den meisten Fällen werden Gelenkschmerzen durch Abnutzungserscheinungen verursacht. Mediziner sprechen bei Gelenkverschleiß von Arthrose. Das Risiko, daran zu erkranken, steigt mit dem Alter. Auch akute Gelenkentzündung (Arthritis) und Verletzungen sind häufig für Gelenkschmerzen verantwortlich.

Folgende Ursachen können hinter Gelenkschmerzen stecken:



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Gicht:

Weitere mögliche Ursachen für Gelenkprobleme und Gelenkschmerzen können unter anderem auch sein:

Typische Symptome bei Gelenkschmerzen

Unter dem Begriff Gelenkschmerzen werden eine Vielzahl an Symptomen zusammengefasst. Mediziner differenzieren die Art der Schmerzen  folgendermaßen:

Wann zum Arzt? Gelenkschmerzen verschwinden manchmal wieder von allein oder lassen sich mit Hausmitteln lindern. Bei folgenden Beschwerden sollten Sie jedoch hellhörig werden und mit der Erkrankung einen Arzt aufsuchen, der mit Hilfe von Untersuchungen die Ursachen feststellt :

Veranlagung: Gelenkschmerzen könne auch junge Menschen treffen

Obwohl Rheuma als typische Alte-Leute-Krankheit gilt, können die ersten Symptome bereits bei Patienten vor dem 30. Lebensjahr aufgrund von Veranlagung auftreten. Gerade Arthrose wird oft vererbt. Der Gelenkverschleiß kann aber auch die Folge einer Überbelastung sein. Betroffene schätzen diejedoch oft nicht richtig ein.

Durch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung durch den Arzt können das Fortschreiten der Krankheit und Folgeschäden abgefangen werden. Auch durch gesunde Ernährung, Reduzierung des Übergewicht und Sport lässt sich der Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Schuppenflechte verursacht Schmerzen

Schmerzen an den Finger- und Fußgelenken können auch in Verbindung mit einer Schuppenflechte auftreten. Diese Erkrankung wird Psoriasis- genannt und tritt manchmal auch an größeren Gelenken auf. Neben der chronischen Hautveränderung verformen sich oft sogar die Nägel.

Entzündete Gelenke nach Zeckenbiss

Wer einen hatte und daraufhin unter Gelenkschmerzen, vor allem im Bereich der Knie, leidet, sollte sich dringend auf untersuchen lassen. Die Bakterien können zu Entzündungen in den Gelenken führen. Weitere Symptome sind die charakteristische Wanderröte und Anzeichen einer Sommergrippe. Frühzeitig erkannt, ist die Behandlung mit Antibiotika meist erfolgreich. Allerdings können die Erreger auch über einen langen Zeitraum im menschlichen Körper überleben, ohne sich bemerkbar zu machen.

Erkrankung vorbeugen: Ernährung hilft

Wer unter Gelenkschmerzen leidet, sollte auf seine Ernährung achten. Denn es gibt Lebensmittel, die Risikofaktoren für die Gelenken sind. Hierzu gehören beispielsweise Fleisch, Wurst und fetter Käse, da diese viel Arachidonsäure enthalten, die Entzündungen hervorrufen kann. Wichtigster Gegenspieler der Arachidonsäure ist Omega-3-Fettsäure. Sie hebt die Wirkung der schädlichen Fette auf. Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in Lachs, Makrele, Nüssen sowie Raps- und Olivenöl enthalten. Sie helfen, die Entzündungen zu bekämpfen, den Aufbau des Knorpels zu fördern und die Gelenkschmerzen zu verringern.

Enzymtherapie und Schmerzmittel

Enzymtherapie gegen Gelenkschmerzen: Bei akuten Gelenkschmerzen hat sich die Enzymtherapie bewährt. Enzyme sind natürliche Stoffe, die den Ablauf von Entzündungen beeinflussen können. Die Wirkstoffe der Enzymen führen zu einer Abschwellung des betroffenen Gewebes, wodurch weniger Druck auf die Nervenzellen ausgelöst wird. In Verbindung mit der verbesserten Durchblutung wird der Schmerz gelindert und die Beweglichkeit gesteigert. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Schmerzmitteln, die gegen Gelenkschmerzen wirken und entzündungshemmende Wirkung haben. Die bekanntesten Wirkstoffe sind Ibuprofen und Diclofenac. Diese Schmerzmittel gehören zur Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika (NSRA).

Bewegungsmangel als Risikofaktor für Gelenkschmerzen 

So paradox es zunächst klingen mag: Eine Schonung der schmerzende Gelenke ist die falsche Maßnahme und führt meist zu einer Verschlechterung. Besser ist es, in Bewegung zu bleiben und moderaten Sport zu treiben. Dabei werden Nährstoffe werden in die Knorpel hineintransportiert und Abbauprodukte werden herausbefördert. 

Zudem bewirkt die die mechanische Stimulation der Gelenke eine verstärkten Aktivität der Knorpelzellen. Allerdings sollte man darauf achten, dass es zu keiner Überbelastung kommt. Geeignete, gelenkschonende Sportarten sind Schwimmen, Radfahren, Skilanglauf, Wandern, Walking und Gerätetraining. 

Wärme ist Gift für entzündete Gelenke

Auf keinen Fall sollten Wärmeauflagen an das akut entzündete und geschwollene Gelenk kommen, warnt die Deutsche Arthrose-Hilfe. Wärme kurbelt die Entzündungsprozesse zusätzlich an und kann die Schmerzen verschlimmern. Der Grund: Eine Entzündungsreaktion des Körpers äußert sich neben Rötungen, Schwellungen und Schmerzen auch durch eine Überwärmung des betroffenen Bereichs. Kälteanwendungen dagegen können die Schmerzen mindern. Aber Achtung: Die Anwendungen dürfen immer nur kühl, aber nie eiskalt sein, um Schäden an der Haut und den Blutgefäßen zu verhindern.

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